Allgemeine Geschäfts- und Nutzungsbedingungen der TraderFox GmbH

Version: 1.23 Stand: 18.02.2026

Geltungsbereich

Die TraderFox GmbH, Obere Wässere 1 72764 Reutlingen, (nachfolgend: "TraderFox") ist Betreiber der Websites traderfox.de, traderfox.com, traderfox.academy, traderwp.com, traderzeitung.de, tradertimes.com, qix.capital, aktienmagazin.de, sheinvest.de und option.academy sowie entsprechender Versionen zur Verwendung auf mobilen Endgeräten. Auf diesen Websites bietet TraderFox umfangreiche Börseninformationen, Newsletter, Webinare und Seminare an, welche dem Nutzer sowohl unentgeltlich als auch entgeltlich angeboten werden.

Angebote

  • TraderFox bietet auf den Websites umfangreiche Softwarefunktionen an (z.B. das Trading-Desk unter https://desk.traderfox.com). Der Funktionsumfang kann durch Kauf eines kostenpflichtigen Angebotes erweitert werden.
  • In sogenannten Trading-Sektionen bietet TraderFox redaktionelle Inhalte und Börseninformationen an.
  • Die Börsenmagazine von TraderFox, darunter das "aktien" Magazin, die Trader-Zeitung und TRADER WP werden als epaper im PDF-Format angeboten.
  • Der Zugriff auf den Chatroom von TraderFox erfolgt über den Anbieter XenForo (https://xenforo.com/)
  • Webinare werden mittels des Anbieters GoToMeeting, oder Zoom durchgeführt.

Vertragsverhältnis

Die vorliegenden Allgemeinen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen werden gegenüber dem Nutzer verbindlich, sobald er diesen zugestimmt hat.

Registrierung zu kostenfreien Angeboten

Durch die Registrierung auf TraderFox Webseiten bestätigen Sie, dass jegliche Informationen, die Sie während des Registrierungsvorgangs bereitstellen den Tatsachen entsprechen und aktuell sind.

Sie sind der einzige berechtigte Benutzer von TraderFox Angeboten für Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort. Sie verpflichten sich, Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort keiner anderen Person zur Verfügung zu stellen oder mitzuteilen.

Jeder Verdacht des Betrugs, Missbrauchs oder einer ungesetzlichen Handlung kann ebenfalls Grund für die Beendigung des Vertrages sein und zur Anzeige gebracht werden.

Die TraderFox GmbH verpflichtet sich dazu, erhaltene persönliche Daten vertraulich zu behandeln. Die übermittelten Kundendaten sind ausschließlich zur vertragsgemäßen Bearbeitung bestimmt. Ihre Daten werden zur Erfüllung unseres Auftrages gespeichert.

Kauf kostenpflichtiger Angebote

Bei allen kostenpflichtigen Angeboten von TraderFox handelt es sich um Einzelkäufe oder Abonnements mit einer Laufzeit von 1, 3, 6 oder 12 Monaten. Abonnements verlängern sich um unbestimmte Zeit. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kann das Abonnement jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

Pflichten des Nutzers

Der Nutzer verpflichtet sich, im Rahmen der Nutzung der Dienste von TraderFox nicht gegen geltende Rechtsvorschriften und etwaige vertragliche Bestimmungen zu verstoßen.

Der Nutzer verpflichtet sich, die zum Login bei TraderFox und den Partnern von TraderFox notwendigen Daten (in der Regel Benutzername und Passwort) geheim zu halten und keinem Dritten zugänglich zu machen. Bei Missbrauchsverdacht ist TraderFox umgehend zu unterrichten.

Die rechtswidrige Angabe von Daten Dritter ist nicht gestattet.

Vertragsdauer / Fristen / Kündigung

Die unentgeltlichen Leistungen kann der Nutzer jederzeit durch Abmeldung kündigen, sofern er zu diesem Zeitpunkt keine entgeltlichen Leistungen in Anspruch nimmt, für die der Zugang zu den Angeboten erforderlich ist.

Für die kostenpflichtigen Abonnements gelten die in dem jeweiligen Vertrag bestimmten Vertragslaufzeiten, beginnend ab Vertragsschluss. Ist eine Mindestvertragslaufzeit bestimmt, verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit um unbestimmte Zeit. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kann das Abonnement jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

TraderFox behält sich vor, im Einzelfall einer vorzeitigen Kündigung zuzustimmen; ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht. Das Recht beider Parteien, aus wichtigem Grund außerordentlich zu kündigen, bleibt jedoch hiervon unberührt.

Mit Wirksamwerden der Kündigung endet das Vertragsverhältnis. Der Nutzer darf seinen Zugang nicht mehr nutzen. TraderFox behält sich vor, die Zugangsdaten (Login und Passwort) mit Wirksamwerden der Kündigung zu sperren.

Ihre Kündigung können Sie richten an:
Per Fax: 07121-9393692
Per Post: TraderFox GmbH, Obere Wässere 1, 72764 Reutlingen

Stornierung / Umbuchung von Seminaren

Es besteht die Möglichkeit schriftlich von einer Anmeldung zu einem Seminar zurückzutreten: Bei einer Rücktrittserklärung, die spätestens 14 Tage vor dem Veranstaltungsbeginn eingeht, entfällt der Preis, bis zum 3. Tag vor dem Veranstaltungsbeginn reduziert sich der Preis auf 50 %, bei noch späterer Absage, Nichterscheinen oder vorzeitigem Verlassen der Veranstaltung wird der volle Preis erhoben.

Für die Fristwahrung ist das Datum des Poststempels maßgebend. Die Benennung eines Ersatzteilnehmers ist möglich. Das gesetzliche Widerrufsrecht bleibt hiervon unberührt.

Die Stornierung kann schriftlich per E-Mail, per Fax oder per Post erfolgen. Die Stornierung ist zu richten an:
Per Fax: 07121-9393692
Per Post: TraderFox GmbH, Obere Wässere 1, 72764 Reutlingen

Informationen im E-Commerce

  • Die Darstellung der Produkte auf TraderFox Seiten stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern einen unverbindlichen Online-Katalog dar. Durch Anklicken der Schaltfläche „zahlungspflichtig bestellen“ geben Sie eine verbindliche Bestellung der im Warenkorb enthaltenen oder im Bestellformular genannten Inhalte ab. Im Rahmen des Bestellablaufes werden Sie über das Bestehen oder Nichtbestehen und den Inhalt des Widerrufsrechts belehrt. Die Bestätigung des Zugangs Ihrer Bestellung erfolgt unmittelbar per E-Mail. Dieser E-Mail sind nochmals die Widerrufsbelehrung und die AGB beigefügt. Mit dieser E-Mail-Bestätigung nehmen wir Ihre Bestellung zugleich an und bestätigen auch den Vertrag damit. Alternativ können wir den Zugang Ihrer Bestellung bestätigen, den Vertrag jedoch ablehnen.
  • Der Vertragstext wird von uns nach dem Vertragsschluss nicht für Sie zugänglich gespeichert. Der Vertragstext wird Ihnen jedoch im Rahmen der Zugangsbestätigung per E-Mail übersendet.
  • Eingabefehler können Sie vor der endgültigen Abgabe eines Angebotes im Bestellvorgang durch Überprüfung auf einer gesonderten Bestätigungsseite erkennen und berichtigen.
  • Die für den Vertragsschluss zur Verfügung stehende Sprache ist Deutsch.
  • Wir haben uns keinen einschlägigen Verhaltenskodizes unterworfen.
  • Die wesentlichen Eigenschaften und der Gesamtpreis der Inhalte sowie die Gültigkeitsdauer befristeter Angebote von uns sind den Detailbeschreibungen der einzelnen Inhalte auf TraderFox Seiten sowie den vorliegenden AGB zu entnehmen.

Rechnungsstellung

Die Gebühren für kostenpflichtige Angebote sind für die jeweilige Vertragsperiode im Voraus zu leisten. Die Rechnungsstellung erfolgt per E-Mail im PDF-Format.

Die Seminargebühren sind im Voraus fällig. Die Rechnungsstellung erfolgt per E-Mail im PDF-Format. Der Nutzer verpflichtet sich, den vereinbarten Preis umgehend nach Erhalt der Rechnung zu überweisen.

Zahlung

Die kostenpflichtigen Angebote können per SEPA-Lastschriftverfahren oder per Kreditkarte bezahlt werden. Voraussetzung für den SEPA-Lastschrifteinzug von Zahlungen ist das Einverständnis zur Abbuchung von einem Konto bei einer Bank/Sparkasse mit Sitz im SEPA-Raum, die Anweisung der Bank/Sparkasse, die SEPA-Lastschrift einzulösen (das SEPA-Mandat) sowie die Anmeldung auf einer TraderFox Seite. Vorab-Ankündigungen im SEPA-Lastschriftverfahren werden spätestens zwei Tage vor Abbuchung versandt.

Der Nutzer hat die mangels Deckung oder aufgrund seines Verschuldens oder des Verschuldens der kontoführenden Bank bzw. des Kontoführungsinstituts für die zurückgereichte Lastschrift entstandenen Kosten zu tragen.

payone Kreditkartenabrechnungen werden durchgeführt von PAYONE GmbH · Fraunhoferstraße 2-4 · 24118 Kiel, Germany - Sitz der Gesellschaft: Kiel - Amtsgericht Kiel HRB 6107 - Geschäftsführer: Carl Frederic Zitscher, Jan Kanieß - Ein Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe
Weitere Informationen unter https://www.payone.de/

Verzug

Der Nutzer kommt spätestens mit Ablauf der Zahlungsfrist in Verzug.

Im Falle des Zahlungsverzuges des Nutzers ist TraderFox u.a. dazu berechtigt, die Erbringung der TraderFox vertraglich obliegenden Leistungen zurückzubehalten, insbesondere den Zugang zu den kostenpflichtigen Angeboten zu sperren. Im Falle von Seminaren bedeutet dies, dass es dem Nutzer verwehrt wird, am Seminar teilzunehmen. Nach Ausgleich der offen stehenden Forderungen wird die Leistung wieder aufgenommen bzw. der Zugang wieder geöffnet. Weitere und weitergehende Ansprüche, insbesondere den Ersatz von Verzugsschäden und der Schäden aufgrund etwaiger außergerichtlicher Rechtsverfolgung, behält sich TraderFox ebenso vor wie die Erklärung einer außerordentlichen Kündigung, sollten die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen.

Bei Zahlungsverzug sind auch die noch nicht fälligen Rechnungsbeträge sofort zahlbar, sofern der Verzug die Folge einer schwerwiegenden Vertragsverletzung des Nutzers ist.

Kommt der Nutzer in Zahlungsverzug, so ist TraderFox berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozent über dem von der Europäischen Zentralbank bekannt gegebenen Basiszinssatz p.a. zu fordern. Falls TraderFox ein höherer Verzugsschaden nachweisbar entstanden ist, ist TraderFox berechtigt, diesen geltend zu machen.

Bei erfolgter Mahnung werden Mahngebühren in Höhe von 1 Euro pro Mahnung berechnet und sofort fällig. Dem Nutzer steht es frei, nachzuweisen, dass TraderFox durch die Mahnung kein oder ein geringerer als der vorgenannte pauschalierte Schaden entstanden ist.

Risikohinweis

Die Informationen und Angebote auf den Webseiten von TraderFox wenden sich an registrierte sowie nichtregistrierte Nutzer. Die Angebote, die der Nutzer auf den Webseiten von TraderFox findet, richten sich jedoch ausdrücklich nicht an Personen in Ländern, die das Vorhalten bzw. den Aufruf der darin eingestellten Inhalte untersagen, insbesondere nicht an US-Personen im Sinne der Regulation S des US Securities Act von 1933 sowie Internet-Nutzer in Großbritannien, Nordirland, Kanada und Japan. Jeder Nutzer ist selbst verantwortlich, sich über etwaige Beschränkungen vor Aufruf der Internetseiten zu informieren und diese einzuhalten.

Insbesondere weist TraderFox hierbei auf die bei Geschäften mit Optionsscheinen, Derivaten und derivativen Finanzinstrumenten besonders hohen Risiken hin. Der Handel mit Optionsscheinen bzw. Derivaten ist ein Finanztermingeschäft. Den erheblichen Chancen stehen entsprechende Risiken gegenüber, die nicht nur einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals, sondern darüber hinausgehende Verluste nach sich ziehen können. Aus diesem Grund setzt diese Art von Geschäften vertiefte Kenntnisse im Bezug auf diese Finanzprodukte, die Wertpapiermärkte, Wertpapierhandelstechniken und -strategien voraus.

TraderFox-Angebote dienen nur zur allgemeinen Information

Die veröffentlichten Tradingsignale und Empfehlungen dienen lediglich der allgemeinen Information, sie sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sie entsprechen lediglich der aktuellen Einschätzung des verwendeten Handelssystems. Alle aufgeführten Inhalte sind sorgfältig ausgewertet und verfasst. Dennoch kann keine Garantie für die Aktualität, inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit, Werthaltigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Engagements in Aktien und Derivaten sind stets mit Risiken verbunden, die im Extremfall auch einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals bedeuten können. Die Verwendung der Inhalte erfolgt daher auf eigene Gefahr. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen sind ausschließlich zur privaten Nutzung bestimmt. Die Weitergabe an Dritte ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Herausgebers untersagt.

Für die Richtigkeit der Daten übernehmen wir keine Gewähr. Vereinzelt kann es zu Fehlkalkulationen kommen. Technische Probleme werden von uns schnellstmöglich behoben. Ein kurzfristiger Ausfall der Signallieferungen führt zu keinem Anspruch auf Kostenerstattung.

Die Informationen, die von TraderFox bereitgestellt werden, dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken.

TraderFox führt keine Anlageberatung durch und gibt auch keine konkreten Empfehlungen zu einem Wertpapier, Finanzprodukt oder -instrument ab. Ferner stellt die Erwähnung eines bestimmten Wertpapiers bei TraderFox keine Empfehlung seitens TraderFox zum Kaufen, Verkaufen oder Halten des betreffenden oder eines anderen Wertpapiers, Finanzprodukts oder -instruments dar.

Auch wenn Formulierungen und Hinweise scheinbar zu einer Handlung auffordern, ist TraderFox nicht für tatsächliche Transaktionen seitens des Nutzers verantwortlich zu machen.

Die Nutzung der Angebote von TraderFox kann nicht die kompetente Beratung durch einen anerkannten Anlageberater ersetzen. Denken Sie bitte daran, dass jede Art von Anlagen mit dem Risiko finanzieller Verluste einhergeht.

Keine Anlageberatung durch TraderFox

Mit den Inhalten von TraderFox wird keine Finanzdienstleistungen im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen und auch keine Wertpapierdienstleistungen im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes angeboten.

Ausschlüsse und Einschränkungen

Haftung

  1. Traderfox GmbH haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.
  2. Für sonstige Schäden haftet Traderfox GmbH unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
  3. Bei einfach fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
  4. Im Übrigen ist eine Haftung ausgeschlossen.
  5. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aufgrund einer übernommenen Garantie bleibt unberührt.
  6. Die gesetzlichen Rechte des Kunden bei Mängeln digitaler Produkte gemäß §§ 327e ff. BGB bleiben unberührt.

Vertragliche Schadensersatzansprüche verjähren, soweit nicht durch Gesetz eine kürzere Frist vorgesehen ist, spätestens zwölf Monate nach Abrufen der entsprechenden Informationen oder Dienste. Sonstige Schadensersatzsansprüche - gleich aus welchem Rechtsgrund - verjähren 24 Monate nach Abrufen der entsprechenden Informationen oder Dienste.

Urheberrecht

Die auf den Seiten von TraderFox veröffentlichten Inhalte, Informationen, Bilder, Videos und Datenbanken und Computerprogramme (z.B. Widgets) sind ggf. urheberrechtlich geschützt.

Die Nutzung ist nur für den privaten persönlichen Gebrauch gestattet. Jede darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere die Vervielfältigung, Änderung, Verbreitung oder Speicherung von Informationen oder Daten, insbesondere von Texten, Textteilen, von Bild- und Filmmaterial oder Computerprogrammen, zu anderen Zwecken bedarf der vorherigen ausdrücklichen Zustimmung von TraderFox. Dies gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung und Verbreitung auf elektronischen Speichermedien.

Im Übrigen gelten die rechtlichen Grenzen, die sich aus dem Urheberrecht und den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Vorschriften ergeben.

Salvatorische Klausel, anwendbares Recht

Sind oder werden eine oder mehrere Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder enthalten diese AGB eine Lücke, so berührt dies die Wirksamkeit dieser AGB im Übrigen nicht.

Der Vertrag einschließlich dieser AGB unterliegt dem materiellen Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Dies gilt nicht, soweit zwingende Verbraucherschutzvorschriften in dem Land, in dem Sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, für Sie günstiger sind (Art. 6 VO (EG) 593/2008).

Streitbeilegungsverfahren

Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Die Plattform der Europäischen Kommission zur Online-Streitbeilegung (OS): https://ec.europa.eu/consumers/odr/

Unsere E-Mail-Adresse lautet: info@traderfox.de

Verbot der Kursmanipulation

Anlässlich des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes wurde ein neuer § 20a in das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) eingefügt, der die Kurs- und Marktmanipulation verbietet.

Durch das Anlegerschutzverbesserungsgesetz (AnSVG) vom 28.10.2004 wurde die Vorschrift des § 20a WpHG modifiziert und angepasst. Neben Wertpapieren gilt die Bestimmung auch für Geldmarktinstrumente, Derivate, Rechte auf Zeichnung, ausländische Zahlungsmittel und Waren.

I.

Nach § 20a WpHG ist es verboten,

  1. unrichtige oder irreführende Angaben über Umstände zu machen, die für die Bewertung eines Finanzinstruments erheblich sind, oder solche Umstände zu verschweigen, wenn die Angaben oder das Verschweigen geeignet sind, auf den Preis eines Finanzinstruments einzuwirken,
  2. Geschäfte vorzunehmen oder Kauf- oder Verkaufaufträge zu erteilen, die geeignet sind, falsche oder irreführende Signale für das Angebot, die Nachfrage oder den Preis von Finanzinstrumenten zu geben oder ein künstliches Preisniveau herbeizuführen
  3. Sonstige Täuschungshandlungen vorzunehmen, die geeignet sind, auf den Preis eines Finanzinstruments einzuwirken.

Eine absichtliche, d.h. wissentlich und gewollte Täuschungshandlung ist nicht erforderlich; es reicht aus, wenn der Täter weiß, dass die Täuschungshandlung zur Marktpreiseinwirkung grundsätzlich geeignet sein kann.

Eine sonstige Täuschungshandlung im Sinne von § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 WpHG ist die Vorspiegelung falscher sowie die Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen oder sonstiger Umstände …., soweit diese auf den Kurs Einfluss nehmen können (§ 3 Abs. 1 KuMaKV/§ 4 Abs. 1 MaKonV).

Unerlaubte Handlungen (also Täuschungshandlungen) im Sinne von § 20 a Abs. 1 WpHG sind – abstrakt ausgedrückt - die Vorspiegelung falscher sowie die Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen oder sonstiger Umstände, um den inländischen Börsen- oder Marktpreis eines der in § 20 a Abs. 1 Satz 2 WpHG genannten Wertpapiere und Werte hoch- oder herunter zu treiben oder beizubehalten.

Exemplarisch für solche Handlungen sind insbesondere Geschäfte oder einzelne Kauf- oder Verkaufaufträge über den Kauf von Wertpapieren und/oder Vermögenswerten, bei denen Käufer und Verkäufer wirtschaftlich identisch sind, es sei denn, diese Geschäfte wurden nicht wissentlich zwischen identischen Vertragspartner abgeschlossen oder den anderen Marktteilnehmern im Einklang mit den gesetzlichen Regeln und den Marktbestimmungen an gekündigt; bei denen ein Kauf- und ein Verkaufauftrag zu im wesentlichen gleichen Stückzahlen und Preisen von verschiedenen Parteien, die sich abgesprochen haben, erteilt wird, es sei denn, diese Geschäfte wurden den anderen Marktteilnehmern im Einklang mit den gesetzlichen Regeln und den Marktbestimmungen angekündigt; die den unzutreffenden Eindruck wirtschaftlich begründeter Umsätze erwecken; die aufgrund ihres Zeitpunktes geeignet sind, über Angebot und Nachfrage im Zeitpunkt der Feststellung eines bestimmten Börsen- oder Marktpreises zu täuschen, der als Referenzpreis für einen Vermögenswert dient; das Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung über das Marktangebot bei einem Vermögenswert zu einer nicht marktgerechten Preisbildung sowie die Verbreitung von Gerüchten oder Empfehlungen bei Bestehen eines möglichen Interessenkonflikts.

Weitere Möglichkeiten, verzerrend auf die Bildung des Kurses von Finanzinstrumenten einzuwirken, sind

  • Geschäftliche Handlungen, die den - falschen - Eindruck einer Aktivität erwecken sollen (insbesondere Leerverkäufe, nur um auf den Kurs einzuwirken).
  • Geschäfte, mit denen kein wirklicher Wechsel des Eigentums an dem Finanzinstrument verbunden ist ("Wash sales").
  • Geschäfte, bei denen gleichzeitig ein Kauf- und Verkaufsauftrag zum gleichen Kurs und in gleichem Umfang von verschiedenen Parteien, die sich abgesprochen haben, erteilt wird („Improper matched orders“).
  • Vornahme einer Reihe von Geschäften, die auf einer öffentlichen Anzeigetafel erscheinen, um den Eindruck lebhafter Umsätze oder Kursbewegungen bei einem Finanzinstrument zu erwecken („Painting the tape”).
  • Aktivitäten einer Person oder mehrerer, in Absprache handelnder Personen mit dem Ziel, den Kurs eines Finanzinstruments künstlich hochzutreiben und anschließend die eigenen Finanzinstrumente in großen Mengen abzustoßen („Pumping and dumping“).
  • Erhöhung der Nachfrage nach einem Finanzinstrument, um den Kurs nach oben zu treiben, etwa, indem der Eindruck der Dynamik erweckt oder vorgetäuscht wird, dass der Kursanstieg durch lebhafte Umsätze verursacht wurde („Advancing the bid“).
  • Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten bei Börsenschluss, um die Schlussnotierung des Finanzinstrumentes zu beeinflussen und damit diejenigen Marktteilnehmer irrezuführen, die aufgrund des Schlusskurses handeln („Marking the close”).
  • Geschäfte eigens zu dem Zweck, den Kassakurs oder den Abrechnungskurs von Derivatekontrakten zu beeinflussen.
  • Geschäfte zur Beeinflussung des speziellen Kassakurses eines Finanzinstruments, der als Grundlage zur Bestimmung des Werts einer Transaktion vereinbart wurde.
  • Kauf eines Finanzinstruments auf eigene Rechnung, bevor man es anderen empfiehlt, und anschließender Verkauf mit Gewinn bei steigendem Kurs infolge der Empfehlung („Scalping“).
  • Verbreitung falscher Gerüchte, um andere zum Kauf oder Verkauf zu veranlassen.
  • Verbreitung unrichtiger Behauptungen über wesentliche Tatsachen.
  • Verschweigen wesentlicher Tatsachen oder wesentlicher Interessen.

Nähere Einzelheiten sind in der Verordnung zur Konkretisierung des Verbots der Kurs- und Marktpreismanipulation (KuMaKV) geregelt. Die KuMaKV wurde durch die Verordnung zur Konkretisierung des Verbotes der Markmanipulation (Markmanipulations-Konkretisierungsverordnung – MaKonV) vom 1.3.2005 ersetzt.

II.

Das Verbot der Kurs- oder Marktpreismanipulation richtet sich gegen Jedermann.

Verstöße gegen § 20a WpHG können mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden (§ 38 Abs. 4 WpHG), und zwar unabhängig davon, ob der Taterfolg, also die Kurs- oder Marktpreismanipulation also solche, tatsächlich eintritt.

Nicht als Kurs- und Marktpreismanipulation im Sinne des § 20 a Abs. 1 Satz 1 WpHG gelten sog. Kursstabilisierungsmaßnahmen.

Wegen der Bedeutung und der gravierenden Rechstfolgen soll an dieser Stelle nochmals wiederholt werden:

Das Verbot der Kurs- oder Marktpreismanipulation richtet sich an Jedermann.

Verstöße gegen § 20a WpHG können mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden (§ 38 Abs. 4 WpHG).